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Lesungsnotizen 1986-2009

Café Museum Wien, 04.12.2009

Das Café Museum blickt auf eine lange Tradition kultureller Veranstaltungen zurück. Am 4. Dezember stellen die beiden Autoren Martin Dragosits und Klaus Ebner bereits Veröffentlichtes und Unveröffentlichtes ihrem Publikum vor. Trotz der frostigen Witterung hat sich eine interessierte Zuhörerschaft eingefunden, die es sich an den Kaffeehaustischen bequem macht. Zu hören gibt es alsdann Lyrik und Prosatexte, wobei die Darbietungen unter dem Motto »Jahresende« stehen. Gelesen wird in einem abgetrennten Nebenraum, den die Geschäftsleitung stets zu kulturellen Veranstaltungen vorsieht. Die Lesung dauert fast zwei Stunden, und anschließend diskutieren Publikum und Autoren über einzelne der Texte und die äußeren und inneren Motivationen, die in den Schreibprozess einfließen.

Stiftgassenfest Wien, 07.06.2009

Die Hauptveranstaltungen des Stiftgassenfestes finden rund ums Amerlinghaus im Siebten Wiener Gemeindebezirk statt. In diesem Jahr wurde eine Bühne für literarische und musikalische Darbietungen aufgebaut und direkt davor befinden sich Heurigentische zum Zuhören, Plaudern und Ausruhen. Von 13:00 bis 14:00 ist eine Autorenlesung angesagt, die von den Veranstaltern Verein Exil und Grazer Autorinnen Autorenversammlung als Massenlesung bezeichnet wird. Das Besondere an dieser Lesung: Jeder Autor hat genau drei Minuten Zeit, gemessen mit einer Sanduhr aus dem Glücksschweinchenmuseum des Verlages Das Fröhliche Wohnzimmer und drastisch beendet durch einen lautstarken Gong. Nikolaus Scheibner präsentiert einundzwanzig Autoren, Frauen und Männer, die etwas zu sagen haben. Die Runde geht von Ruth Aspöck und Martin Dragosits über Klaus Ebner, Ilse Kilic, Magdalena Knapp-Menzel, Julya Rabinowich und Bernhard Saupe bis hin zu Roland Steiner, Günter Vallaster und Fritz Widhalm. Prosa und Lyrik, Erzählerisches, Idyllisches und Wortmalerisches, Tradition und Spracharbeit - alles ist hier vereint. Das Publikum lauscht interessiert, und die Büchertische im Hintergrund verzeichnen mehr und mehr Besucher. Die literarische Massenlesung entpuppt sich als gelungener Auftakt zum Stiftgassenfest, das noch bis in die Nachtstunden dauert.

Literaturhaus Wien, 11.05.2009

Die Grazer Autorenversammlung lud zur alljährlichen Lesung zum Tag der Freiheit des Wortes. Im Gedenken an die Bücherverbrennung im Dritten Reich werden Texte vorgetragen, die teils von den Autoren selbst, teils aus der Feder bereits Verstorbener und teils sogar aus Zeitungen stammen. Es sind sehr ernste Texte, harte und schwere Geschichten, Essays und Gedichte. Dass sie in der heutigen Zeit geschrieben werden und wohl auch notwendig sind, zeugt von Defiziten; von Defiziten unserer Gesellschaft, die keineswegs überwunden sind und unter Umständen zu ähnlichen Katastrophen wie jenen der Vergangenheit führen könnten. Den Abend als besinnlich zu bezeichnen verbieten wohl die vorgetragenen Texte. Doch nachdenklich machten sie ganz gewiss.

Café Kafka, Wien 23.04.2009

Buchvorstellung und Autorenlesung des niederösterreichischen Driesch-Verlages. Der Verlagsleiter Haimo L. Handl präsentiert die grenzüberschreitende Anthologie »Grenzschreiben« sowie das neue Buch der Vorarlberger Autorin Sonja Grass. Das Lokal ist das in der Literaturszene gut bekannte Café Kafka, dessen teils vergilbte Plakate aus Literatur, Kunst und Film dem Besucher augenblicklich vermitteln, wo er sich befindet. Am heutigen Abend, dem Welttag des Buches, ist der Gastraum so voll, dass sogar der Kellner kaum mehr zwischen den Stühlen und Tischen hindurchkommt. Mit fast vierzig Besuchern erfreut sich die Lesung eines überaus regen Zuspruchs. Davon zeugt auch der Verkaufstisch in der Mitte, dessen Bücherstapel nach Abschluss der Lesungen rasant dahinschmelzen - sogar Bestelllisten muss der Driesch-Verlag noch auflegen. Neben Handl und Grass lesen der auf Spanisch schreibende argentinische Autor Lídio Mosca-Bustamante sowie Martin Dragosits und Klaus Ebner. Auch deren Bücher werden am Verkaufstisch angeboten. Ein sprühender Textreigen führt von pointierter Lyrik über sprachkünstlerische Aphorismen und szenische Dialoge hin zu satirischer Kurzprosa und zum Nachdenken anregenden Erzählungen. Fast zwei Stunden lang lauschen die Zuhörer geradezu gebannt den Texten der vier Autoren und quittieren jedes einzelne Stück mit begeistertem Applaus. Eine Wertschätzung, welche die Lesenden sichtlich anspornt, die nicht nur Literatur, sondern auch Freude vermitteln. Dass der ursprünglich aus Katalonien stammende Festtag für das Buch in Wien, wie Handl am Beginn sagte, lediglich ein Schattendasein friste, mag zwar stimmen, doch die Abendveranstaltung im Café Kafka, ist wohl eine gelungene und schillernde Ausnahme.

Burgruine Siersburg 05.04.2009

Lyrik-Abend auf der virtuellenBurgruine im elektronischen Second Life. Aus ihren Gedichten lesen vier Autoren: Jutta Dierberg (SL: Naomi Greenberg), Kirsten Riehl (SL: Zauselina Rieko), Jutta Westphal (SL: June Brenner) und Klaus Ebner (SL:Funlyn Oceanlane). Außerdem werden die Gewinner des vor Kurzem von der literarisch sehr aktiven Gruppe Brennende Buchstaben durchgeführten Kurzgeschichtenwettbewerbs vorgestellt. So entsteht eine gelungene Mischung aus Lyrik- und Prosatexten. Bereitstehende Objekte geben Auskunft über die Autoren und deren Veröffentlichungen. Und im Anschluss dürfen die bereits gewohnten Gespräche zwischen Auditorium und Autoren natürlich nicht fehlen.

Burgruine Siersburg 07.03.2009

Die Literaturgruppe Brennende Buchstaben lud zur Autorenlesung im Internet (Second Life). Kirsten Riehl (SL: Zauselina Rieko) organisierte den literarischen Abend mit dem Wiener Autor Klaus Ebner (SL: Funlyn Oceanlane). Im Vorfeld wurde die Lesung von der einschlägigen Presse angekündigt, etwa im Virtual World Info (1.3.09) und im Magazin Touch (Feb/Mar 09). Veranstaltungsort ist die virtuelle Burgruine Siersburg. Die Lesung beginnt ein paar Minuten nach einundzwanzig Uhr, weil manche der Zuhörer erst treffen. Dann aber geht es los; zuerst mit Kurzprosa, dann mit einer längeren Erzählung. Klaus Ebner liest im Laufe der Stunde aus seinen drei veröffentlichten Büchern. Auf besonderes Interesse stoßen die Auszüge aus Hominide, jener Erzählung, die vergangenen Oktober im Wiener FZA Verlag erschien. Den Abschluss bildet ein ganz neuer Text.

Die Lesung im elektronischen Second Life, das im Internet weltweit zugänglich ist, bietet die Möglichkeit, der Autorenlesung ganz dezentral zu folgen. Egal, ob die Zuhörer in Deutschland, Österreich, Norwegen oder in den USA sitzen - heute Abend sind sie auf der Burgruine live dabei!

Nach der abwechslungsreichen Lesung ist Zeit für Fragen, die von allen Anwesenden mit Begeisterung wahrgenommen wird. Da geht es um die Ursprünge von Hominide, um den Weg von traditionellen Lesungen zu einer solchen in Second Life und um die Sprache. Als dem Publikum bekannt wird, dass Ebner auch Lyrik auf Katalanisch schreibt, bittet man um eine Kostprobe. Der Autor liest daraufhin eines seiner katalanischen Gedichte, gefolgt von der deutschen Übersetzung. Das Gespräch mit dem Autor dauert bis kurz vor elf Uhr, also fast genauso lang wie der Lesungsteil. Interessante Prosatexte, eine angenehme Vortragsweise und Einblicke ins literarische Schaffen eines Wiener Autors - alles in allem ein gelungener Abend im virtuellen Saarland.

KulturLaden Westend, München 23.02.2009

Literaturabend in Münchens Westend: eine Autorenlesung zum Thema Beziehungsweisen. Das Ambiente: ein illustres, wo doch der KulturLaden in der Münchner Literaturszene einen guten Namen hat. Die Autoren: Klaus Ebner aus Wien und Carmen Mayer aus Ingolstadt. Das Programm: Prosatexte der beiden, abwechselnd gelesen, garniert mit Informationen aus den Autorenviten und darüber, wie eine Autorin aus Ingolstadt und ein Autor aus Wien einander kennen lernten. Aus dem Hamburger BOOKSun-Verlag stammt die Anthologie Gefühlte Welt, die unter anderem Kurzgeschichten der Lesenden enthält. Die Texte des heutigen Abends: die Prosastücke Eitelkeiten und Flashback von Carmen Mayer sowie Das Pendel und Papierflieger von Klaus Ebner. Auszüge aus Mayers soeben erschienenem Kriminalroman Eiswein (BOOKSun) sowie Ebners Kurzprosaband Auf der Kippe (Arovell). Zum Abschluss eine bislang unveröffentlichte Erzählung. Der Rosenmontag: als Veranstaltungsdatum vielleicht nicht ideal gewählt, im KulturLaden tummeln sich normalerweise größere Besucherscharen als heute. Trotzdem: ein gelungener Abend der Literatur mit angeregten Gesprächen und Büchertisch.

Alte Schmiede, Wien 09.02.2009

Nicht im modernen Zubau findet die heutige Lesung statt, sondern direkt in der Schmiede, jener musealen Einrichtung, die dem Besucher im Zentrum Wiens das Schmiedehandwerk vergangener Jahrhunderte vor Augen führt. Ganz hinten, mittig, die Esse und ihr metallener Abzug, die Wände behangen von einer Vielzahl eiserner Schmiedewerkzeuge: Zangen, Stifte, Ösen, Hämmer. Der Boden grobschlächtig, unbehandelte Holzbohlen, mit den Abnutzungsspuren Tausender Besucher. In die Mitte des Raums wurden zwei Tische gestellt, bestückt mit Mikrofonen, deren Modernität zwischen den alten Werkzeugen geradezu anachronistisch wirkt.

Wenige Minuten nach acht nehmen die Moderatorin, Katharina Riese, und der erste Autor, Klaus Ebner, an den beiden Tischen Platz und begrüßen das Publikum, eine Vierzigschaft, welche die andere Hälfte der Schmiede bis auf die letzten Sitzplätze und darüber hinaus füllt. Aus dem bei Arovell erschienenen Band Auf der Kippe liest Ebner Kurzprosa - Lyrisches ebenso wie Witzig-Skurriles und sehr nachdenklich Stimmendes als formbewusste Ein-Satz-Geschichten. Josef Kleindienst, der bereits mit Theaterstücken und Hörspielen auf sich aufmerksam machte, gibt Proben aus dem Romanmanuskript An dem Tag, als ich meine Friseuse küsste, sind viele Vögel gestorben - sprachlich kurz gehaltene, nahezu reportagehafte Sequenzen mit skurril-humorvollen Wendungen. Anschließend präsentiert Robert Stähr ein Kapitel seines im Mitter Verlag erschienenen Buches Von Hause fort - Szenen aus dem Leben eines In-sich-Gekehrten, eines vielleicht sogar labilen Charakters.

Die Lesungen stehen unter dem Motto: Im Getriebe, Systemgefühle, Männerporträts. Unter diesem Gesichtspunkt beginnt das abschließende Gespräch mit den Schriftstellern. Einsichten in Geschriebenes und zu Literatur Gewordenes - Aussichten auf Zukünftiges, das von diesen Autoren noch zu lesen sein wird? Katharina Riese stellt Fragen, gebiert Hypothesen zum öffentlichen Disput, bindet das Auditorium ein. Die Lesungsbesucher diskutieren jedoch mehr mit der Moderatorin und suchen das Gespräch mit den Autoren erst nachher, im persönlichen Gegenüber. Als dann am Veranstaltungsort allmählich die Lichter ausgehen, setzt sich der Großteil der Anwesenden in Richtung eines nahe gelegenen Innenstadtlokals in Bewegung: Essen und Literatur - der gemütliche Plausch hält das alles zusammen.

Literaturhaus Wien, 17.12.2008

Die Lesungsreihe des Österreichischen Schriftstellerverbandes ist seit vielen Jahren ein Fixpunkt im Veranstaltungsprogramm des Wiener Literaturhauses. Für heute Abend sind die Autoren Klaus Ebner, Günther Stingl und Boško Thomašević geladen, um aus ihrem Werk zu lesen. Wie gewohnt, werden die Lesenden von Alfred Warnes dem Publikum vorgestellt. Den Beginn macht Klaus Ebner. Alfred Warnes betont, dass sich auch Wolfgang Ratz unter den Zuhörern befindet, der Ebners Kurzprosabuch Auf der Kippe - mit Begeisterung - für die aktuelle Ausgabe des Literarischen Österreich rezensierte. Ebner liest anschließend Prosatexte aus zweien seiner Bücher und endet seinen Part mit einer neuen, unveröffentlichten und sprachlich ungewöhnlich rhythmisch und prägnant gestalteten Kurzgeschichte über eine Kindesweglegung. Warnes dankt dem Autor in einem speziellen Nachwort ganz besonders, dass er mit diesem Text dem Publikum einen unverhüllten Blick in die Werkstatt seines Schreibens ermöglicht hat. Günther Stingl hat sich vor allem mit Theaterstücken und Hörspielen hervorgetan. Die vorgetragene Erzählung ist dialogisch aufgebaut und vermittelt einen sehr lebendigen Einblick in Mann-Frau-Beziehungen, wobei die Rollen der Protagonisten quasi vertauscht sind und daher umso klarer wirken. Alfred Warnes weist auf die Gedenkschrift hin, welche dieser Tage zum bevorstehenden sechzigsten Geburtstag des Autors erscheint. Als Dritter präsentiert der aus Serbien stammende Boško Thomašević Lyrik, mit Themen, die er bei seinen Aufenthalten in vielen europäischen Ländern zusammentrug. Dabei wird jedes Gedicht zweimal vorgelesen - in Anlehnung an Hilde Domin, bei der er, wie er sagt, dieses wirkungsvolle Verfahren kennen lernte. Die Lesung schließt mit einem kleinen Imbiss sowie der Möglichkeit, die neuesten Bücher der Autoren zu erwerben.

Weihnachtsmarkt Karlsplatz, Wien 07.12.2008

Das Ambiente: ein Weihnachtsmarkt mit langjähriger Tradition, Kunsthandwerk vom Feinsten und jede Menge Besucher. Die Idee: Global 2000 teilt sich einen Pavillon mit österreichischen Biowinzern (jedes Wochenende wird ein anderer Bio-Weinbauer mit seinen Produkten vorgestellt) und veranstaltet ein vielschichtiges Kulturprogramm, von der Eisskulptur über Literatur und Theater hin zu Filmen aus dem Independent-Genre - diese Kombination gibt dem Pavillon eine ganz besondere Note. Der 7. Dezember gilt vier Autorinnen und einem Autor, die den ganzen Nachmittag über aus ihren Texten lesen. Für eine sehr gefühlvolle und stimmige musikalische Begleitung sorgt DJ Skythman, der die Musik niemals zu laut werden lässt, sodass man sich immer noch unterhalten kann. Den Lesereigen eröffnet Sidonia Binder mit Lyrik, dann folgen Klaus Ebner mit Kurzprosa sowie Mechthild Podzeit-Lütjen, Hannah Seth und Gertraud Klemm mit weiteren Gedichten und Prosatexten. Alle fünf gehören dem Österreichischen Schriftstellerverband an. Jakob Gurschler von Global 2000 führt durch das Programm und stellt jedem Autor ein paar Fragen, die natürlich mit dessen Texten, aber auch mit der Einstellung zu Umweltgedanken zu tun haben. Das ermöglicht dem Publikum, die Schriftsteller noch ein Quäntchen besser kennen zu lernen. Manche der Zuhörenden verschwinden mal kurz für eine Runde durch den Kunstmarkt und kehren dann wieder, um Literatur und Musik und vielleicht auch ein Glas Biowein zu genießen.

Café Raimann, Wien 29.11.2008

Im zwölften Wiener Gemeindebezirk befindet sich das Café Raimann, ganz in der Nähe der Meidlinger Hauptstraße. Regelmäßig finden hier Autorenlesungen statt, und dazu wird das, normalerweise rauchfreie, Extrazimmer verwendet. Im Hintergrund ein abgedeckter Billardtisch und gleich davor der Platz der Autoren, beleuchtet von mehreren Lampen mit grünen Glasschirmen, welche treffenderweise an die Atmosphäre im Lesesaal der Nationalbibliothek erinnern. Peter Schaden, der Inhaber des FZA-Verlages, eröffnet den Literatursalon mit ein paar Worten zu Verlag und Werkstattpreis und stellt die Bücher des diesjährigen Programms vor. Klaus Ebner liest am Beginn aus seiner Erzählung Hominide und führt die Zuhörer in eine skurril modern anmutende Welt zentralafrikanischer Australopithecinen. Der Nürnberger Wolfgang Wurm schließt mit Gedichten aus seinem Band Dritter Ort an, die geradewegs aus dem Leben sprechen. Nach einer kurzen Pause treten die Autoren der Schwechater Satiretruppe Dienstag nach Vorschrift an und geben Texte aus ihrer Anthologie zum Besten, Kabarettstücke, die den Zuschauern Lachtränen in die Augen treiben. Das Programm entpuppte sich somit als eine sehr bunte und interssante Mischung. Mit den mehr als fünfundzwanzig Gästen ist der Leseraum überdies sehr klein geworden. Doch auch nach den Darbietungen tummelt sich alles um Büchertisch und Autoren, die persönlichen Gespräche zum Ausklang dauern fast bis Mitternacht.

Lhotzkys Literaturbuffet, Wien 18.09.2008

Das Literaturbuffet befindet sich in der Rotensterngasse im 2. Wiener Gemeindebezirk. Eine kleine Buchhandlung mit ein paar Café-Tischen, an denen nicht-alkoholische Getränke gereicht werden. Die Größe erinnert an ein gutbürgerliches Wohnzimmer, und dies ist auch die Atmosphäre, in der die Autoren des Arovell-Verlages aus ihren Werken lesen. Frau Dr. Sonja Gamsjäger vom Verlag stellt die vier Autoren jeweils vor ihrem Auftritt vor. Am Büchertisch sind die Neuerscheinungen aller Wiener Autoren des Arovell-Verlages erhältlich. Die Lesungen von Hannah Seth, Klaus Ebner, Daria Hagemeister und Christine Werner dauern bis etwa 21 Uhr. Danach gibt es noch eine Menge zu beplaudern zwischen Autoren und Zuhörern.

Galerie Kranister, Klosterneuburg 27.06.2008

Galerie und Literaturverein luden zu einer Nacht der Kultur, zu einer Nacht der Literatur. Lesungen und Musikdarbietungen lösen einander ab - was um 19 Uhr beginnt, endet erst knapp vor Mitternacht. Daria Hagemeister liest aus ihrem afrikanischen Roman und Philip Hager aus seinem Erstling, beide erschienen bei Arovell. Klaus Ebner gibt eine Erzählung aus seinem ersten Buch zum Besten, und Ewald Baringer brilliert mit geradezu anekdotenhaften Prosatexten aus seinen Publikationen, während Hannah Seth aus ihrem Debütroman vorträgt. Ein volles Haus mit über sechzig Besuchern, ein technisch exzellent umgesetztes Miteinander von Kunst, Musik und Literatur, kulinarische Köstlichkeiten und eine wunderbare Atmosphäre vervollständigen das Bild dieser einzigartigen Lesung.

Amerlinghaus, Wien 15.05.2008

Es ist die erste Lesung, die der oberösterreichische Arovell-Verlag im Amerlinghaus veranstaltet. Vorgestellt wird das diesjährige Programm, und die Wiener Autoren Martin Dragosits, Klaus Ebner, Karin Gayer, Hannah Seth, Philip Hager und Christine Werner lesen aus ihren Neuerscheinungen. Kurzprosa, Romanauszüge, Lyrik - alle Gattungen sind vertreten. Die Lesung ist sehr gut besucht, wegen des großen Andrangs müssen noch weitere Stühle in den Raum gebracht werden. Die Veranstaltung dauert - inklusive Pause - fast zwei Stunden. Die Mitarbeiter des Arovell-Verlages legen die Bücher der heurigen Produktion auf einem Büchertisch auf, wo Zuhörer, die Gefallen an einem oder mehreren der Texte gefunden haben, diese gleich mitnehmen können. Zum Ausklang des Abends wechselt dann so mancher in den Gastronomiebereich des Amerlinghauses im Erdgeschoß.

Café Kafka, Wien 18.04.2008

Der Wiener FZA-Verlag lud zu einem literarischen Abend im Café Kafka. Der Verlagsleiter Peter Schaden präsentierte dem Publikum die Erfahrungen aus dem Wiener Werkstattpreis 2007, dessen Autoren zu diesem Anlass vorgestellt wurden. Eine Broschüre des Verlages sammelt die Texte der zehn am besten bewerteten Texte. Der Wiener Werkstattpreis ist ein Publikumspreis, der alljährlich vergeben wird. Thomas Havlik und Anna Zajac eröffneten den schriftstellerischen Reigen und stellten Proben aus ihrem Werk vor. Danach las Klaus Ebner, der Gesamtsieger sowie Spartensieger für Prosa und Essay, seine preisgekrönte Erzählung Der Flügel Last. Den Abschluss bildete Wolfgang Kindermann mit Lyrik. Das kleine Café Kafka hat sich inzwischen einen Namen in der Literaturszene der Stadt gesichert. Der FZA-Verlag nutzte es bereits mehrmals als Forum, um seine Autoren der Öffentlichkeit vorzustellen. Für den Herbst ist die Herausgabe einer Anthologie mit Texten der Werkstattpreisautoren geplant sowie ein Buch des Gesamtsiegers.

Café Kafka, Wien 30.11.2007

Der Literatursalon des Wiener FZA-Verlages hat bereits Tradition. Im kleinen Café Kafka stellt Peter Schaden seinen Verlag vor. Zu den diesjährigen Neuerscheinungen zählen zwei Lyrikbände und eine Anthologie zum Thema Reisen. Und zu dieser Thematik lesen Melamar und Klaus Ebner Impressionen aus Rumänien respektive Andorra. Erzählende Texte der beiden Autoren sowie der Dritten im Bunde, Christiane Neppel aus Graz, runden den literarischen Ohrenschmaus ab. Danach vertiefen sich Schriftsteller, Verlagsleiter und Publikum in angeregtes Geplauder, und es dauert noch eine ganze Weile, bis der - draußen nasskalte - Abend ausklingt.

Literaturhaus Wien, 19.11.2002

Eine Veranstaltung des Österreichischen Schriftstellerverbandes präsentiert drei Autoren dem Publikum. Das Literaturhaus ist wie gewohnt gut besucht, und Alfred Warnes stellt jeden mit kurzem Lebenslauf und Hinweisen auf die Publikationen vor. Ilse Scherr liest Prosatexte, Klaus Ebner trägt eine skurrile Erzählung vor, und Edith Haider wählt Prosa und Lyrik für ihre Darbietung. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, mit den Autoren persönlich zu plaudern und sich ein Buch signieren zu lassen.

Kulturtage St. Lambrecht 21.06.1986

Fünf Stunden fuhren wir nach St. Lambrecht in der Steiermark, kauften unterwegs etwas zu essen und machten erst nach dem Semmering Pause. Wir sprachen sehr viel über uns, über unser Leben, unsere zerbrochenen Beziehungen usw. Fünf Minuten vor Beginn der Lesung kamen wir an. Einige Zuhörer saßen bereits drinnen, andere standen vor der Tür. Wir wurden zu Karl geführt, eigentlich Pater Karl, einem Pfarrer, der Jeans trägt. Ein sehr lustiger und netter Mensch. Als er mich dem – kleinen – Publikum vorstellte, erwähnte er die Veröffentlichung im Sterz, den er vor den anwesenden Schülern wie eine lokale Berühmtheit behandelte. Aus mehreren Gründen las ich Paradigma gar nicht erst vor. Bei einzelnen Texten fühlte ich mich ziemlich unwohl, weil einen Tag zuvor, wie wir vom Pater erfuhren, ein dreizehnjähriges Kind der Gemeinde Selbstmord begangen hatte. Für meinen Lutèce-Lyrikzyklus erhielt ich Sonderapplaus, der mich freute und verwunderte, ebenso wie Peters Bemerkung, der Zyklus sei gelungen und gefalle ihm. Auch zwei meiner Erzählungen kamen gut an. Danach unterhielten wir uns im Büffet über Literatur. Das Gespräch war so anregend, dass ich beschloss, mir Das Kalkwerk von Thomas Bernhard zu kaufen. Nachher bekamen wir von Karl im Refektorium zu essen, und wir unterhielten uns wieder über Literatur und über unsere Lesung. Bis ein Uhr nachts redeten wir, dann erst führte er uns zu den Betten. So müde wie wir waren, konnte uns auch die Kälte, die zwischen den Klostermauern herrschte, nichts mehr anhaben.

Kulturecke Südstadt 20.06.1986

Ungewöhnlich war sie, die Ausstellung im Einkaufszentrum Südstadt. Die Autoren Klaus Ebner, Peter Seifert und Gerhard Zens präsentierten nämlich ihre "optischen Texte". Das sind Gedichte, deren äußere Form ein Bild vermittelt - so etwa der vielfach geschriebene Satz Fighting for peace?, deren Umrisse die Form eines Panzers ergeben, oder die Wörter Baum, Apfel, Stamm und Wurzel in einer Weise angeordnet, dass ein Apfelbaum entsteht. Im Anschluss an die Eröffnung lasen die drei Autoren in der benachbarten Pizzeria aus ihrem Werk. Die optischen Texte können in den nächsten Wochen während der Geschäftszeiten besichtigt werden.