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Autobiografie (dt.)

Geboren 8. August 1964 in Wien. Dieses Datum gab mir bald Anlass zu einem kleinen Scherz: Werde ich nach meinem Geburtsdatum gefragt, sage ich gern "acht hoch zwei" ... (8x8=64). Eine der wenigen mathematischen Operationen, die ich mir aus dem Neusprachlichen Gymnasium (2. BG II, heute Sigmund-Freund-Gymnasium) freiwillig gemerkt habe. Auf diese Zeit gehen wohl auch meine ersten Schreibversuche zurück; so erinnere ich mich, im Alter von zwölf Jahren ein kurzes Theaterstück verfasst zu haben, das im Turnsaal mit Schulkameraden und der Unterstützung eines Deutschlehrers eine Zeit lang einstudiert wurde, allerdings und gewissermaßen zum Glück nie zur Aufführung gelangte. Ernsthaftere literarische Ambitionen entstanden gegen Ende der Mittelschulzeit, als ich, gemeinsam mit meinem Jugendfreund Peter Seifert, Prosatexte und Gedichte bei Jugend-Literaturwettbewerben einreichte. Eine ebenso große Begeisterung hatte ich für Sprachen und Kulturen. Mit meinen vier Kindern sprach ich von Beginn an ausschließlich französisch, um ihnen ein zweisprachiges Heranwachsen zu ermöglichen.

Nach der Matura (Abitur) und einem Sommeruniversitätsaufenthalt in Tours, Frankreich, begann ich 1982 ein Dolmetschstudium, das ich 1989 als »Kurzstudium für Übersetzer« abschloss. Von 1983-88 studierte ich Romanische und Deutsche Philologie. Noch vor Ende der Studienzeit nahm ich meine Tätigkeit als freiberuflicher Übersetzer auf und spezialisierte mich auf Technik, insbesondere Computertechnik. 1998-2002 kam dann noch ein Fachhochschulstudium für Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung hinzu. Ende der 1980er Jahre begann ich, als Freiberufler an IT-Bildungszentren Computersoftware zu unterrichten, und schrieb nebenbei Sachbücher zu Anwendungssoftware; das erste dieser Bücher erschien 1989 in einem deutschen Verlag und kurz darauf in niederländischer Übersetzung. Bis 2004 erschienen neun IT-Bücher. Meine freiberufliche Schulungstätigkeit endete 1996 aufgrund von Änderungen im österreichischen Sozialversicherungsgesetz. Noch im selben Jahr fand ich eine Anstellung bei einem multinationalen IT-Unternehmen. Ab 2002 verlagerte sich meine Tätigkeit ins Projektmanagement. Die Übersetzungstätigkeit führe ich bis heute auf selbständiger Basis weiter. Während der 1990er Jahre verfasste ich eine Reihe von Fachartikeln für österreichische, deutsche und britische EDV-Zeitschriften. Auch eine Art von Schreiben! Damals zwar ungeliebt, betrachte ich diese Phase rückblickend als einen wichtigen Schritt hinsichtlich meiner stilistischen Weiterentwicklung.

1982 Hauptpreis für Literatur des Großen Österreichischen Jugendpreises. Der Literaturkritiker und Schriftsteller Hans Weigel hatte sich als Mitglied der Preisjury sehr angetan über meinen Text geäußert, dessem Inhalt ihn persönlich berührte. Im Nachhinein empfinde ich diesen frühen Erfolg jedoch als eher hinderlich für meine schriftstellerische Entwicklung, weil er mir selbst ein falsches Bild hinsichtlich der damaligen – überaus mediokren – Qualität meiner Texte vermittelt hat. Aber immerhin trat ich 1987 dem Österreichischen Schriftstellerverband bei.

Familie und Brotberufe drängten das Schreiben lange in den Hintergrund. Während der 1990er Jahre publizierte ich literarische Texte nur sporadisch. Etwa ab 2002 wandte ich mich wieder intensiver der Literatur zu. 2006 trat ich der Grazer Autorinnen Autorenversammlung bei, seit 2010 bin ich Mitglied (»soci«) des katalanischen Schriftstellerverbandes Associació d'Escriptors en Llengua Catalana und seit 2013 des katalanischen P.E.N.-Zentrums PEN Català. Erzählende Prosa und Essays schreibe ich deutsch, die meiste Lyrik jedoch katalanisch. Nach dem Grund dafür werde ich oft gefragt, und ich glaube, dass dabei nicht nur meine Liebe zur Kultur, sondern auch der Zufall eine gewichtige Rolle spielen. Dass ich dem Weg der katalanischen Lyrik weiterhin folgen werde, sehe ich in der großartigen Aufnahme durch die katalanischsprachige Bevölkerung und deren Autorinnen und Autoren begründet, zu denen ich inzwischen vielfache freundschaftliche Bindungen habe.

Nachdem ich nahezu mein gesamtes bisheriges Leben in Wien verbracht hatte, zog ich 2016 mit meiner Familie nach Schwechat.